Ein Steak ist nicht gleich ein Steak
Der Begriff „Steak“ ist eine Abkürzung für „Rindersteak“. Doch nicht jedes Stück Rindfleisch eignet sich dafür. Ein echtes Steak zeichnet sich durch besondere Zartheit aus und muss nur kurz erhitzt werden. Es enthält kaum Bindegewebe und kann sogar roh genossen werden – wie zum Beispiel als Steak Tartare.
Verschiedene Steakarten
Alle hochwertigen Steaks sind köstlich, aber nicht alle sind gleich. Neben dem bekannten Ribeye Steak sind auch das Tomahawk Steak oder das zarte Lendensteak bei Fleischliebhabern beliebt. Sie werden aus unterschiedlichen Teilen des Rinds geschnitten, was Marmorierung, Textur und Geschmack beeinflusst. Wusstest du, dass auch die Rinderrasse eine Rolle spielt? Vielleicht hast du schon von Black Angus oder Wagyu gehört – beide stehen für höchste Fleischqualität und ein erstklassiges Geschmackserlebnis.
Neben den verschiedenen Steakarten gibt es auch unterschiedliche Zubereitungsmethoden. Wie du dein Steak zubereitest, hat einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack. Möchtest du das perfekte Steak selbst braten? Dann lies weiter!
Marmoriertes Fleisch
Stark marmoriertes Fleisch verträgt höhere Temperaturen und bleibt saftiger. Der Inbegriff der Marmorierung ist Wagyu-Rindfleisch. Ein Wagyu-Ribeye auf den Punkt medium-rare zu grillen, ist eine Herausforderung – aber selbst wenn es nicht perfekt gelingt, bleibt das Fleisch unglaublich zart und aromatisch. Die Rinderrasse, die Fütterung und die Haltungsbedingungen beeinflussen die Zubereitung, doch entscheidender ist die Dicke des Steaks. Ein dünnes Steak verlangt eine andere Zubereitung als ein dickes.
Dünnes Steak: heiß und schnell braten
Ein dünnes Steak wird bei hoher Temperatur kurz angebraten, um eine schöne Kruste zu entwickeln. Verwende am besten eine gusseiserne Pfanne für optimale Hitzeübertragung. Nimm das Steak mindestens 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank, tupfe es trocken und salze es großzügig. Das Salz sollte vorab gut ins Fleisch einziehen können.
Erhitze die Pfanne stark, gib etwas Öl hinein und füge dann Butter hinzu, um ein Anbrennen zu verhindern. Brate das Steak 1,5–2 Minuten auf einer Seite, bis eine goldbraune Kruste entsteht. Wende es und brate es weitere 1,5–2 Minuten. Reduziere dann die Hitze und gib noch etwas Butter hinzu, die du regelmäßig über das Steak löffelst. Danach das Steak aus der Pfanne nehmen und vor dem Anschneiden mindestens 5 Minuten unter Alufolie ruhen lassen.
Dicke Steaks: Erst anbraten, dann schonend garen
Ein dickes Steak grillt man am besten mit hoher Hitze (250 °C oder mehr), um es zunächst rundherum schön zu bräunen. Anschließend sollte es bei niedrigerer indirekter Hitze (ca. 110 °C) schonend zu Ende garen. Bringe das Fleisch vorher auf Zimmertemperatur, tupfe es trocken und reibe es mit grobem Meersalz ein.
Stecke während des Garens ein Fleischthermometer in die dickste Stelle und nimm das Steak vom Grill, sobald die gewünschte Kerntemperatur für medium-rare erreicht ist. Diese Methode hat jedoch zwei Nachteile: Erstens kann das Fleisch unter der Kruste schnell zu stark garen. Zweitens verliert die Kruste durch das sanfte Nachgaren an Knusprigkeit.
Die beste Zubereitung in der Pfanne
Ein Steak schmeckt am besten, wenn es einfach und sorgfältig zubereitet wird. Auch wenn es zwischen den Steakarten feine Unterschiede gibt, bleibt die Grundtechnik fast immer gleich:
- Lass das Steak mindestens 30 Minuten vor dem Braten auf Zimmertemperatur kommen.
- Tupfe es trocken und salze es großzügig, damit das Salz gut ins Fleisch eindringt.
- Erhitze eine Pfanne stark, gib etwas Öl hinein und lasse Butter darin schmelzen.
- Brate das Steak 1,5 Minuten bei hoher Hitze an, um eine schöne braune Kruste zu erzeugen.
- Reduziere die Hitze und brate das Steak je nach gewünschtem Gargrad noch 1–3 Minuten weiter.
- Miss die Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer:
○ Rare: 48 °C
○ Medium-rare: 52 °C
○ Medium: 54–55 °C - Lasse das Steak nach dem Braten einige Minuten unter Alufolie ruhen. Während dieser Zeit steigt die Kerntemperatur noch leicht an.
Steak auf dem Grill zubereiten
Je nach Steakart variiert die optimale Grilltemperatur. Hier sind die Temperaturen für unser Black Angus Chuck Eye Steak:
- Lasse das Steak mindestens 30 Minuten auf Zimmertemperatur kommen.
- Würze es leicht mit Salz.
- Heize den Grill auf eine Kuppeltemperatur von 120 °C vor und grille das Fleisch indirekt bis zu einer Kerntemperatur von 45 °C.
- Erhöhe die Grilltemperatur auf 250 °C und grille das Steak kurz weiter, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.
- Lasse das Fleisch kurz unter Alufolie ruhen, damit sich der Fleischsaft gut verteilen kann. Während des Ruhens steigt die Kerntemperatur um ca. 5 °C an.
Die ideale Kerntemperatur eines Steaks
Die gewünschte Kerntemperatur hängt davon ab, wie du dein Steak am liebsten genießt:
- Rare: 52–54 °C
- Medium-rare: 56–58 °C
- Medium: 58–60 °C